Montag, 24. Juli 2017

Nur fünf Tage: NEULAND zu verschenken!

Neuland von [Matthia, Günter J.]Ab heute (Montag, 24. Juli 2017) bis zum Freitag gibt es mein Buch Neuland als Kindle-Version kostenlos. Noch preiswerter geht nun wirklich nicht.

Wer es noch nicht besitzt sollte also, auch wenn er oder sie ein Pfennigfuchser ist, jetzt zugreifen.

Der Inhalt:

1.Eine einfach nur nette Geschichte: Der Autor streitet mit sich selbst, ob es ihm wohl gelingen kann, eine einfach nur nette Geschichte zu schreiben. Ohne Blutvergießen, ohne Erotik, ohne Grauenhaftes …

2.Ein ganz normaler Tag*: An einem warmen Frühlingstag geht Harald im Tiergarten spazieren. Dann wird ihm schwarz vor Augen. Als er wieder zu sich kommt, scheint er der einzige Überlebende in einem Meer von Leichen zu sein.

3.Unser Ferienlager: Eine Klassenreise mit ungewöhnlichen Vorkommnissen. Zuerst entledigen sich die Schüler einer unbeliebten Erzieherin, dann haben sie genug von den Stänkereien einer Mitschülerin.

4.Der Vogelfreund: Ein Bauer erzählt uns, warum er bei der Aussaat so manches Korn auf den Weg oder zwischen die Dornen fallen lässt.

5.Moin!: Eine vergnügte Spielerei mit Worten und Begriffen, die man nicht alle Tage hört.

6.Der Garten des Teufels*: Ein geheimnisvoller Kunde überlässt der Floristin einen Koffer mit Samen - ein fast unermesslich wertvoller Schatz. Doch nicht alles ist so harmlos, wie es zu sein vorgibt und nicht immer kann man den Schlingen entkommen, in die man sich begeben hat.

7.Die Brücke nach Fehmarn: Ein Flaschengeist gerät in einen Konflikt. Das mit der Million im Lotto geht ja noch, aber der zweite Wunsch …

8.Die Entblößung: Was tun, wenn man sich mit einer Galerie im Internet konfrontiert sieht, auf der man Tag für Tag eines weiteren Kleidungsstücks beraubt wird?

9.Vierzehn mal Hundertvierzig – Eine Liebe und ihr Ende: Dichtkunst im Korsett der Twitterwelt.

10.Hart gekochte Eier: Surreal, kafkaesk, dylanesk? Ein Restaurantbesuch ohne Mahlzeit. Eine Kellnerin will gezeichnet werden.

11.Neuland: Die Menschheit hat sich in einem letzten Krieg ausgelöscht. Zwei Männer konnten dem Inferno in letzter Sekunde enfliehen. Sie finden sich an einem fremdartigen Ort wieder. Kann es sein, dass es eine neue Chance für die menschliche Rasse gibt?

12.Herr Konrad reist nach Greifswald: Herr Konrad wird überfallen, seines Besitzes und seiner Kleidung beraubt. Blutend liegt der Bewusstlose in einem Hausflur. Drei Menschen kommen vorbei.

13.Da sitzt du: Eine kleine erotische Szene. Zwischendurch, zur Entspannung.

14.Linda*: Eine Kneipenszene. Man müsste etwas unternehmen, sollte etwas unternehmen: Linda hat eine Waffe bei sich. Man müsste und sollte ...

15.Gnutter*: Beim Spielen sticht Johannes, sieben Jahre alt, seiner gleichaltrigen Freundin das rechte Auge aus. Versehentlich. Wohin kann ein Kind vor dem Grauen des angerichteten Unheils fliehen?

16.Die Krawatte: Er hält sich seine Ehefrau als Sklavin, quält und misshandelt sie. Eines Tages beschließt die Geschundene, dass genug genug sein muss.

17.Unser Weihnachtsmahl: Ein Schüler beschreibt, wie die arme Familie doch noch zu einem Braten für den Festtag kam.

18.Alexanders Löwe: Alexander begegnet einem Löwen. Oder einem König?

19.Mein lieber Mann …: Eine vergnügliche Wortspielerei. Zur Entspannung, zwischendurch.

20.Mädchen vom Land*: Er bleibt mit leerem Tank liegen, sie hält an und nimmt ihn mit. Ziellos durch Europa, oder ist der Weg das Ziel?

21.Die angebundene Katze: Eine Parabel.

22.Ein Jäger: Um das Jahr 2070 sind endlich Krieg, Hunger und Hass überwunden. Nationen gibt es nicht mehr, eine Weltregierung sorgt dafür, dass es allen gut geht. Solange sie sich an die Spielregeln halten.

23.Der Käfer: Ein eher unscheinbares Insekt sitzt am kühlen Morgen auf der Balkonbrüstung. Lea meint, das Tier sprechen zu hören.

* Diese fünf Erzählungen entstammen früheren Büchern, sie wurden für diese Publikation überarbeitet und geändert.

So. Hier geht es zum befristeten Sonderangebot für Null Komma Null Null Euro: http://tinyurl.com/y7m2uzqm

.

Dienstag, 11. Juli 2017

Gastbeitrag Leo Babauta: Die einzigartige Fähigkeit

Ich übersetze derzeit ein weiteres Buch von Leo Babauta, dem Autor von Zen Habits. Das ist ein Blog über Einfachheit, Gewohnheiten und Achtsamkeit.

Leo lebt mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in San Francisco. Sein Abenteuer der Lebensveränderung begann im Jahr 2005, als er mit dem Rauchen aufhörte und dann anfing, zu laufen. Im Laufe der nächsten etwa zwölf Monate schaffte er einen Marathon, verlor 14 Kilogramm Gewicht (insgesamt speckte er schließlich 32 Kilogramm ab), wurde Vegetarier (und später vegan), reduzierte im ersten Jahr und beseitigte wenig später seine Schulden komplett, begann früher aufzuwachen, besiegte die leidige »Aufschieberitis« und wurde alle Unordnung los.

Er begann auf dem Blog mitzuteilen, was er lernte und erlebte, indem er ein paar Dutzend Gewohnheiten änderte. Heute hilft er durch seine Bücher und seine »Sea-Change-Habit-Programme« Menschen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.

Hier folgt nun das erste Kapitel – eine Art Appetithäppchen, das meine geschätzten Blogbesucher neugierig auf das Buch machen soll, das voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August erscheint. Die englische Originalversion gibt es schon: [The One Skill]

---

Kapitel 1 - Warum loslassen?

Die Wurzel all unserer Probleme ist unsere Unfähigkeit, loszulassen.

Diese Idee stammt aus einem Buch über den Zen-Buddhismus. Als ich den Satz vor ein paar Jahren las, hat mich die Einfachheit des Gedanken angesprochen. Könnte das wahr sein?

babautaStellen Sie sich einen Vogel im Flug vor. Der Vogel lebt im Moment, ist völlig auf seinen Flug konzentriert, vielleicht sucht er mit seinen scharfen Augen nach Nahrung.

Er überlegt nicht: »Warum muss es hier so kalt sein? Was halten die anderen Vögel von mir? Was soll ich tun, wenn ich mich später mit den anderen Vögeln treffe? Werde ich beim Nestbau erfolgreich sein? Warum kann ich keine größeren Brüste haben? Warum kann ich nicht so früh aufwachen wie die anderen Vögel?« Und so weiter.

Natürlich stimmt es: wir Menschen haben größere Gehirne als der Vogel, wir können Probleme lösen, Poesie erschaffen und Wolkenkratzer bauen. Also haben wir viel mehr Fähigkeiten und viel mehr zu tun als der einfache Vogel, der da auf dem Wind gleitet.

Diese zweifellos größeren Gehirne verursachen uns aber auch alle Probleme, mit denen wir uns herumschlagen. Ich meine nicht Armut und Krankheit, sondern unsere Eigenart, Dinge zu übertreiben, Angst und Frustration und Depression und Wut über etwas zu empfinden, was auf uns zukommen könnte, uns passieren wird oder uns bereits zugestoßen ist. Wir können nicht aufhören, darüber nachzudenken.

In den letzten Jahren habe ich die zitierte Zen-Idee ausprobiert und die Ergebnisse waren erstaunlich: Ich habe meinen Stress reduziert, angefangen, weniger aufzuschieben. Ich konnte meine Beziehungen zu anderen Menschen verbessern und meine Fähigkeiten steigern, mit Veränderungen umzugehen. Ich habe gelernt, schlechte Gewohnheiten abzulegen und viel achtsamer zu leben.

Es ist übrigens kaum möglich, beim Plädieren für die Fähigkeit des Loslassens zu übertreiben. Der Widerstand, den die meisten Menschen verspüren, wenn es um das Loslassen geht, ist allerdings genauso erheblich.

Betrachten wir ein paar Beispiele (ich werde in späteren Kapiteln näher darauf eingehen):

• Stress: Unser Stress stammt daher, dass wir uns Umstände auf eine bestimmte Art und Weise vorstellen. Wir sind dann gestresst, weil die Dinge unweigerlich nicht so laufen wie erträumt. Aber wenn wir unsere Vorstellung loslassen und die Realität so, wie sie ist, akzeptieren könnten, würden wir dem Stress entkommen.

• Aufschieben: Wir schieben auf weil wir Angst vor dem Versagen haben, weil schwierige Aufgaben anstehen, weil sich Unsicherheit und Unbehagen in uns regen. Aber wenn wir die Vorstellung loslassen könnten, dass alles immer einfach sein muss, dass wir immer erfolgreich sind, dass alles bequem läuft ... und einfach akzeptieren, dass es eine breite Palette von Erfahrungen gibt, würden wir die Aufgaben eine nach der anderen anpacken und bewältigen.

• Gewohnheiten und Ablenkungen: Den meisten Menschen fällt es deshalb schwer, Gewohnheiten zu ändern, weil sie genau wie bei Arbeitsaufgaben zögern und aufschieben. Deshalb fallen wir so gerne auf Ablenkungen herein.

• Irritation und Frustration über Menschen: Wir werden ärgerlich auf andere, weil sie sich nicht so benehmen, wie wir es wollen. Es schädigt zwangsläufig unsere Beziehung, wenn wir wütend auf jemanden sind. Das wiederum macht uns selbst unglücklich. Stattdessen könnten wir die Vorstellung loslassen, dass jemand so und so sein soll und muss, den Menschen akzeptieren wie er ist und einfach nur mit ihm zusammen sein. So wird die Beziehung viel besser - ich habe das bei meinem Vater erlebt, meiner Frau, meinen Kindern.

• Verlust und Tod: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, wir einen Job verlieren oder schwer erkranken, dann ist das ein Verlust, der Trauer und Leid verursacht. Und obwohl das unvermeidlich ist (und wir sollten unsere Trauer annehmen) ... wenn wir schließlich dennoch in der Lage sind, loszulassen, hilft uns das, diesen Verlust zu verarbeiten.

• Achtsamkeit: Viele von uns möchten gerne achtsamer sein, damit wir das Leben nicht verpassen, während es stattfindet, damit wir es in seiner ganzen Fülle genießen können. Stellen Sie sich vor, ein köstliches Gericht vor sich zu haben. Sie essen, aber mit den Gedanken sind Sie bei der Arbeit, während Sie kauen ... Sie verpassen Geschmack und Aroma der Mahlzeit. Wenn Sie aber die volle Aufmerksamkeit auf das Essen richten würden, könnten Sie es voll und ganz schätzen und tatsächlich noch viel mehr genießen. Das Leben ist genauso ... wir sind so besessen davon, über alle möglichen Dinge nachzudenken, dass wir nie richtig im tatsächlichen Moment anwesend sein können. Wir können aber lernen, dieses zukunfts- oder vergangenheitsorientierte Denken loszulassen und achtsamer zu sein.

• Angst: Die Wurzel vieler unserer Probleme ist Angst - vom Aufschieben, um eine Aufgabe nicht anpacken zu müssen, bis zum Übergewicht, das wir einfach nicht loswerden. Die Wurzel dieser Angst ist wiederum das Festhalten daran, wie unser Leben und die Umstände unserer Vorstellung nach aussehen müsste. Mehr dazu später, jetzt reicht es erst einmal zu beachten, dass wir, wenn wir loslassen und die Verkrampfung lösen, die unserer Vorstellung über die idealen Umstände entspringt, auch dem festen Griff der Angst entkommen.

Das ist nur ein Vorgeschmack, aber Sie erkennen vielleicht schon, wie das Loslassen zu einer unglaublichen Fähigkeit werden kann, die es Ihnen leichter machen wird, wenn es um die Bewältigung der Probleme des Lebens geht. Loslassen ist eine Fähigkeit, die eingeübt werden kann. Diese Fähigkeit fliegt uns nicht zu, aber sie kann durch regelmäßiges Üben (nur fünf Minuten am Tag) gelernt werden. Erstaunlicherweise führt die kurze fünfminütige tägliche Praxis, die so simpel erscheint, zu großen Veränderungen.

In diesem kurzen Buch werden Sie erfahren, wie das Loslassen beim Überwinden von vielerlei Problemen funktioniert und wie Sie die Fähigkeit des Loslassens entwickeln und einüben können.

---

Sobald das Buch erhältlich ist, werde ich meinen geschätzten Blogbesuchern an dieser Stelle Mitteilung davon machen.

Das erste Buch aus der Feder von Leo Babauta, das ich übersetzt habe, ist hier zu haben: [Das kleine Buch über die Zufriedenheit]

.

Dienstag, 20. Juni 2017

Was ich so schreibe, wenn es hier keiner sieht …

Da fragte sich und dann mich doch kürzlich jemand, ob ich eigentlich noch schreibe.

Die Frage ist insofern verständlich, als es hier auf dem Blog zur Zeit eher selten etwas zu lesen und zu sehen gibt. Nun will ich keine Ausflüchte suchen: so ist es eben zur Zeit. Das mag sich wieder ändern, denn hin und wieder, sogar zunehmend häufig, habe ich Ideen für Geschichten und Artikel im Kopf. Und dass aus solchen Ideen dann tatsächlich Texte werden können, hat sich in der Vergangenheit ja gezeigt.

Ich schreibe aber nicht gar nichts. Sondern zum Beispiel Rezensionen, die meine Blogbesucher allerdings nur zufällig zu sehen bekämen, wenn sie den entsprechenden Artikel in einem nicht unbekannten Internetkaufhaus ansteuern und dann auch noch bis zu den Rezensionen weiter und weiter lesen würden.

Neugierig geworden? Bitte sehr: http://tinyurl.com/y949mrpv - übrigens: Wer meine Rezensionen mit einem Klick auf »hilfreich« unterstützt, tut mir im Vorbeigehen einen großen Gefallen.

Die schöne rote Feder

So. Nun wissen meine geschätzten Blogbesucher wenigstens, dass ich nicht etwa die schöne rote Feder aus der  Hand gelegt oder an die Wand geworfen habe.

Bis bald!

.

P.S.: Foto von rgbstock

Samstag, 3. Juni 2017

It was 50 years ago today …

Manche Menschen meines Alters bezeichnen das Jahr 1967 als das Jahr, in dem die bedeutendsten Alben der Rock-, Jazz-, Soul-, Pop- und Bluesmusik erschienen sind. Und manchen fällt nur »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band« ein, wenn sie sich an damals zurückerinnern. Ich lege etliche der Platten von damals noch immer gerne auf und kann mich sehr gut in die Momente des erstmaligen Hörens zurückversetzen. »Are You Experienced« zum Beispiel … ich lag im Zimmer meines Bruders auf dem Boden und hörte mit ihm zusammen das gerade gekaufte Album an – es war schwül draußen – wir tranken Eiswasser und ich war gefangen genommen von der Klangwelt, in die Jimi Hendrix’ Gitarre mich entführte …

Neulich las ich in einem Musikmagazin jemandes Top 20 des Jahres 1967 … und habe überlegt, welche Platten denn wohl aus heutiger Sicht mein Liebsten jenes legendären Jahrganges sind. Die 20 Spitzenreiter habe ich mir im MP3-Format zusammengestellt, um sie dieses Jahr beim Laufen nach und nach und immer wieder zu hören:

Platten

Geordnet sind sie hier nach dem Erscheinungsmonat, nicht nach der Beliebtheit bei mir. Eine der hier aufgeführten Platten hat es ja in diesem Monat in einer neu abgemischten Version, die zum 50jährigen Jubiläum erschienen ist, wieder auf den ersten Platz der Hitparade in Großbritannien geschafft.

Wenn ich von den 20 LPs die mir liebste nennen sollte, dann müsste ich passen, denn das kann von meiner jeweiligen Stimmung abhängen. Mal wäre es »Straight, No Chaser«, mal »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band« und mal »Songs Of Leonard Cohen«. Aber die anderen 17 sind eben auch ganz hervorragend.

So.

Dienstag, 23. Mai 2017

Joggathon 2017: Vielen Dank an meine Sponsoren!

Ich kann dieses Jahr kein Bild mit der Urkunde vorweisen, denn die bekommen wir später. Wir sind ja, regelmäßige Blogbesucher wissen das, nicht in Berlin vor Ort gelaufen, sondern haben einen in der Menschehitsgeschichte bisher noch nie dagewesenen »Telejoggathon« absolviert.

a

Ich bin dabei in den 60 zählenden Minuten 10,6 Kilometer gelaufen. In Joggathon-Runden a 950 Meter übersetzt zählt das als 11 Runden. Darüber freue ich mich sehr und werde wieder einmal daran erinnert, dass mein Überleben und die heutige Leistungsfähigkeit keineswegs selbstverständlich sind. Dafür kann ich aus tiefstem Herzen Tag für Tag dankbar sein.

Ich freue mich, dass ich dank meiner Sponsoren zum Erlös für den guten Zweck beitragen konnte. Vielen herzlichen Dank! Insgesamt sind, dem Veranstalter zufolge, 11.600 € für die drei Benefizprojekte zusammengekommen. Das ist doch wieder mal eine erfreuliche Summe.

Hier noch eine Ablichtung eines Teiles meiner Laufstrecke:

b

.

Freitag, 28. April 2017

Ich will Platz schaffen … wer will sammeln?

Es ist an der Zeit, mal wieder etwas aufzuräumen – in diesem Fall das Schubfach mit den Singles. (Für jüngere Semester: Das sind Vinylschallplatten mit in der Regel einem Titel pro Seite, manchmal auch zwei Titeln. Man benötigt zum Anhören einen Plattenspieler.)

WP_20170428_11_32_03_ProWenn ich richtig gezählt habe, geht es um 80 Singles aus höchst unterschiedlichen Genres. Von den Rolling Stones bis zu Maria und Margot Hellwig, von She Came In Through The Bathroom Window bis zu Volkstanz & Fischertanz, vom Rededuell Strauß/Wehner im Bundestag bis zu frommen Erbauungshymnen. Manche Platten sind sehr gut erhalten, die meisten sind in altersgemäßem Zustand (leichtes Knistern hier und dort) und ganz wenige haben Kratzer. Ein paar kommen leider ohne Papierhülle daher.

Bevor es an die Auflistung der Titel geht, hier das Angebot: Das komplette Paket gibt es für 60 Euro (75 Cent pro Single). Einzelstücke werden nicht abgegeben. Beim Versand innerhalb Deutschland plus 5 Euro.

Wer zuerst bestellt, bekommt das Paket. Am besten per Email (gjmatthia ät gmail punkt com)melden!

So. Hier die Liste aller A- und B-Seiten:

20. Geburtstag von Zweitausendeins - A Side - Happy Birthday
20. Geburtstag von Zweitausendeins - B Side - Happy Birthday
Albert Hammond - A Side - I'm A Train
Albert Hammond - A Side - The Free Electric Band
Albert Hammond - B Side - Brand New Day
Albert Hammond - B Side - You Taught Me To Sing The Blues
Alice Babs - A Side - Chocolata
Alice Babs - B Side - Der schwedische Drehorgelmann
Aretha Franklin - A Side - Spanish Harlem
Aretha Franklin - B Side - Lean On Me
Bernd Spier - A Side - Das kannst du mir nicht verbieten
Bernd Spier - B Side - Julia (vor deiner Tür)
Bertelsmann Schallplattenring - A Side - Feuerwerk der guten Laune Teil 1
Bertelsmann Schallplattenring - A Side - Vier Schlagertreffer 1 und 2
Bertelsmann Schallplattenring - B Side - Feuerwerk der guten Laune Teil 2
Bertelsmann Schallplattenring - B Side - Vier Schlagertreffer 3 und 4
Camp Meeting - A Side - This World Is Not My Home & Shall My Dust Sing Thy Praise
Camp Meeting - B Side - A Shelter In The Time Of Storm & The Last Mile Of My Way
Chicago - A Side - I'm A Man
Chicago - B Side - 25 Or 6 To 4
Chor der Neanderkirche Düsseldorf - A Side - Vater unser & Keiner der die Harfe schlägt
Chor der Neanderkirche Düsseldorf - B Side - Psalm 117
Chor und Orchester Alfred Matschat - A Side - Berliner Luft Teil 1
Chor und Orchester Alfred Matschat - B Side - Berliner Luft Teil 2
Christliche Ostmission - A Side - Geistliche Lieder aus Rumänien Teil 1
Christliche Ostmission - B Side - Geistliche Lieder aus Rumänien Teil 2
Christusträger-Schwestern - A Side - Herr, wir sind Brüder
Christusträger-Schwestern - B Side - Herr, wir sind Brüder
Cliff Richard - A Side - Power To All Our Friends
Cliff Richard - B Side - Come Back Billie Joe
Crow - A Side - King Of Rock & Roll
Crow - B Side - Satisfied
Daliah Lavi - A Side - Jerusalem
Daliah Lavi - B Side - Before My Very Eyes
Demis Roussos - A Side - No Way Out
Demis Roussos - B Side - End Of The Line
Der Botho-Lukas-Chor - A Side - Danke
Der Botho-Lukas-Chor - B Side - Antwort auf alle Fragen
Desiderata - A Side - Desiderata spoken by Les Crane - Engish Version
Desiderata - B Side - Desiderata spoken by Friedrich Schlüter - German Version
Donovan - A Side - Atlantis
Donovan - A Side - Sunshine Superman
Donovan - B Side - Mellow Yellow
Donovan - B Side - There Is A Mountain
Doris Day - A Side - Move Over Darling
Doris Day - B Side - Twinkle Lullaby
Dr. Hook and the Medicine Show - A Side - Sylvia's Mother
Dr. Hook and the Medicine Show - B Side - Makin' It Natural
Eric Burdon and WAR - A Side - They Can't Take Away Our Music
Eric Burdon and WAR - B Side - Home Cookin'
Eschenauer Terzett - A Side - Hast du dich schon gefragt, mein Freund
Eschenauer Terzett - B Side - Alles hat er mir erlassen
Fleetwood Mac - A Side - Albatross
Fleetwood Mac - B Side - Need Your Love So Bad
Frijid Pink - A Side - The House Of The Rising Sun
Frijid Pink - B Side - Drivin' Blues
Gary Glitter - A Side - I Didn't Know I Loved Your
Gary Glitter - A Side - Rock And Roll Part 2
Gary Glitter - B Side - Hard On Me
Gary Glitter - B Side - Rock And Roll Part 1
George Harrison - A Side - Bangla Desh
George Harrison - A Side - What Is Life
George Harrison - B Side - Apple Scruffs
George Harrison - B Side - Deep Blue
George McCrae - A Side - Rock Your Baby Part 1
George McCrae - B Side - Rock Your Baby Part 2
Golden Earring - A Side - Buddy Joe
Golden Earring - B Side - Avalanche Of Love
Greyhound - A Side - Black And White
Greyhound - B Side - Sand In Your Shoes
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr - A Side - Sirtaki & Fischertanz
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr - B Side - Volkstanz & Fischertanz
Hardin & York - A Side - Candellight
Hardin & York - B Side - Tomorrow, Today
Heart of Blues & Munich Express - A Side - Smoking Takes You Faster To God
Heart of Blues & Munich Express - B Side - Nelbellungenlied
Herbert Henggi und Singers - A Side - Gospel Songs
Herbert Henggi und Singers - A Side - Sage Dank
Herbert Henggi und Singers - B Side - Gospel Songs
Herbert Henggi und Singers - B Side - Sage Dank
Hot Butter - A Side - Popcorn
Hot Butter - B Side - At The Movies
Humble Pie - A Side - Hot 'N' Nasty
Humble Pie - B Side - You're So Good For Me
Jackie - A Side - Under Fire
Jackie - B Side - Don't Look Back
Janis Joplin - A Side - Me And Bobby McGee
Janis Joplin - B Side - Half Moon
Joan Baez - A Side - Here's To You
Joan Baez - B Side - The Ballad Of Sacco And Vancetti
Joe Cocker - A Side - With A Little Help From My Friends
Joe Cocker - B Side - Delta Lady
Joe Cocker - C Side - The Letter
Joe Cocker - D Side - She Came In Through The Bathroom Window
Johannes Brahms - A Side - Ungarische Tänze 1, 5, 3
Johannes Brahms - B Side - Ungarische Tänze 2, 6
Joy and the Hit Kids - A Side - Oh Darling
Joy and the Hit Kids - B Side - Runaway
Joy Singers - A Side - Love Song (Diese Liebe braucht die Welt)
Joy Singers - B Side - O nimm es an
Lego - A Side - Fabuland
Les Dolly Sisters - A Side - Elle s'etait fait couper les cheveux & Hindustan
Les Dolly Sisters - B Side - Nuits de Chine & Je n'peux pas vivre sans amour
Les Humphries Singers - A Side - We Are Goin' Down Jordan
Les Humphries Singers - B Side - Jesus, Joseph And Peter
Linda & The Funky Family - A Side - Shame, Shame, Shame
Linda & The Funky Family - B Side - Solid Funk
Maria und Margot Hellwig - A Side - Ein Sommertag am Wendelstein
Maria und Margot Hellwig - B Side - Drei Tannen am silbernen Bergsee
Marvin Gaye - A Side - I Heard It Through The Grapevine
Marvin Gaye - B Side - You're What's Happening
Paul & Linda McCartney - A Side - Uncle Albert, Admiral Halsey
Paul & Linda McCartney - B Side - Too Many People
Paul Hindemith - A Side - Kammermusik Nr. 1 und 7
Paul Hindemith - B Side - Kammermusik Nr. 4
Peter Alexander - A Side - Komm und bedien dich
Peter Alexander - B Side - Eifersüchtiges Mädchen
Plastic Ono Band - A Side - Give Peace A Chance
Plastic Ono Band - B Side - Remember Love
Randolph Rose - A Side - Sylvias Mutter
Randolph Rose - B Side - Alabama Lady
Ray Stevens - A Side - Bridget The Midget (The Queen Of The Blues)
Ray Stevens - B Side - Night People
Renee - A Side - Sad Man
Renee - B Side - Reaching For The Sky
Ringo Starr - A Side - Back Off Boogaloo
Ringo Starr - A Side - It Don't Come Easy
Ringo Starr - B Side - Blindman
Ringo Starr - B Side - Early 1970
Santana - A Side - Samba Pa Ti
Santana - B Side - Se A Cabo
Shangri Las - A Side - Leader Of The Pack
Shangri Las - B Side - Walking In The Sand
Siw Malmkvist - A Side - Regen auf Benguela
Siw Malmkvist - B Side - Schwarzer Kater Stanislaus
T. Rex - A Side - Telegram Sam
T. Rex - B Side - Baby Strange
The Beatles Revival Band - A Side - The Beatles Revival Song
The Beatles Revival Band - B Side - As I Cry
The Edwin Hawkins Singers - A Side - Oh Happy Day
The Edwin Hawkins Singers - B Side - Jesus, Lover Of My Soul
The Gibson Brothers - A Side - Non-Stop Dance
The Gibson Brothers - B Side - Such A Funky Way
The Marmalade - A Side - Ob-La-Di Ob-La-Da
The Marmalade - B Side - Lovin' Things
The Mixtures - A Side - The Pushbike Song
The Mixtures - B Side - Who Loves Ya
The Rolling Stones - A Side - Paint It Black
The Rolling Stones - B Side - Long Long While
The Troggs - A Side - Wild Thing
The Troggs - B Side - I Can't Control Myself
Tommy-Sam Jammeh - A Side - Bongos Nda Kono
Tommy-Sam Jammeh - B Side - The Original African Man
Van Morrison - A Side - Redwood Tree
Van Morrison - B Side - Jackie Wilson Said
Vorwärts - A Side - Strauß-Wehner Rededuell Teil 1
Vorwärts - B Side - Strauß-Wehner Rededuell Teil 2
Yves Simon - A Side - Ego, ego
Yves Simon - B Side - Ma jeunesse s'enfuit

Nun bin ich gespannt.

Sonntag, 23. April 2017

Neu erfunden: Telejoggathon 2017

Die Teilnahme am diesjährigen Sponsorenlauf hatten wir bereits als unmöglich verbucht, da wir zur Zeit der (um eine Woche vorverlegten) Veranstaltung im Urlaub sein werden. Nach vier Jahren Mitlaufen würde das Lauffest, meinten wir, 2017 eben ohne unsere Beteiligung stattfinden.

Doch wie heißt doch noch einer meiner Buchtitel? Richtig: Es gibt kein Unmöglich. Heute wurden wir, die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit, zu unserer Überraschung seitens des Veranstalters angesprochen, ob wir nicht doch beim Joggathon 2017 dabei sein wollen – per neu erfundenem Telejogging. Wir haben nicht lange nachgedacht und spontan zugesagt.

imageDank der technischen Möglichkeiten unserer Zeit und Epoche können wir nämlich zeitgleich mit den Berliner Teilnehmern starten und nach 60 Minuten Lauf die per Tracker gemessenen Kilometer elektronisch übermitteln – und somit, falls wir sogenannte Sponsoren finden, auch vom Urlaubsort aus zum Erlös für den guten Zweck beitragen.

Alle Informationen zum Joggathon 2017 samt PDF-Version des Prospektes gibt es auf der Internetseite des Veranstalters: [Joggathon 2017]

Wer für Eva oder mich einen Betrag pro gelaufener Runde für den Benefizerlös zusagen möchte, darf uns Name, Adresse und Euro pro Runde per E-Mail mitteilen, an info@matmil.de. Wir laufen bei unserer Telejoggingvariante zwar keine Runden sondern eine Strecke, aber die kann dann in Runden zu 925 Meter umgerechnet werden.

Na denn: Wir sind gespannt, was der 21. Mai für ein Laufergebnis bringen wird. (Das Foto stammt nicht etwa aus einer Reise in die Zukunft, sondern vom Joggathon 2015.)

.

Donnerstag, 20. April 2017

Von der Gewöhnung an das Zuviel

Ich bin kein Nostalgiker, für den früher alles besser war. Manches war besser, vieles war anders, aber die Glorifizierung des Vergangenen ist meine Sache nicht.

Heute bin ich bei der Vorbereitung meiner Frühstückspause jedoch auf etwas aufmerksam geworden, was einst leichter fiel: etwas Kostbares wertschätzen. Wieso? Das will ich gerne erläutern.

Ich trenne meine Pausenzeiten, in diesem Fall das Frühstück, bewusst von den Arbeitsstunden, indem ich den Schreibtisch verlasse, mir je nach Stimmung Musik aussuche und höre, ohne mich von der wartenden Arbeit ablenken zu lassen. Die wird auch nach meiner Pause noch da sein. Da bin ich mir sehr sicher.

Heute war mir nach Harfenmusik zumute. Und damit sind wir beim Früher/Heute. Früher wäre ich zum Schallplattenregal gegangen und hätte eine der drei oder vier LPs mit Harfenmusik herausgezogen. Oder, in späteren Jahren, aber immer noch früher, eine CD. Und heute habe ich am PC (der mit meiner HiFi-Anlage verkabelt ist) »Amazon Music« gestartet, den Suchbegriff »Harfenkonzert« eingegeben und hatte sofort eine reiche Auswahl an Alben auf dem Bildschirm. Ich habe dann »Boieldieu - Harfenkonzert in C Dur« gewählt und wie gewohnt gleichzeitig den PC das Musikstück in höchstmöglicher MP3-Qualität aufnehmen lassen. Nach der Frühstückspause wollte ich dann die Aufnahme im Ordner »Harfenmusik« auf unserer 10-Terabyte-Festplatte speichern … und stellte fest, dass dieses Konzert bereits dort vorhanden war.

[WP_20161026_09_34_59_Pro%255B3%255D.jpg]Früher wäre mir das nicht passiert. Da musste ich nämlich, wenn ich ein bestimmtes Konzert beziehungsweise Album haben wollte, die CD oder LP entweder erwerben oder von jemandem ausleihen, um sie auf Cassette zu überspielen. Meist kaufte ich, was in meine Sammlung sollte. Und das kostete Geld. Es war nicht umsonst zu haben – und das ist der springende Punkt.

Natürlich ist auch die Musik, die ich via »Amazon Music« höre, nicht umsonst zu haben. Ich bezahle die monatlichen Gebühren, die Amazon von Prime-Kunden verlangt. Aber das einzelne Musikstück, das einzelne Album, das ist dann einfach so unter einer unüberschaubaren Menge von Musikstücken zu haben. Dadurch verliert es nicht die Schönheit der Musik, die Virtuosität der Darbietung oder die technische Qualität der Aufnahme, aber wie ich am heutigen Harfenkonzert bemerkt habe, weiß ich den Besitz eines solchen Stückes offenbar weniger zu schätzen als wenn ich mir eine LP gekauft hätte. Obwohl ich hunderte LPs und CDs habe, weiß ich nämlich, ob ein gerade verspürter Hörwunsch in meiner Sammlung zu finden ist oder nicht. Bei den Dateien auf der Festplatte ist das ganz offensichtlich nicht mehr lückenlos der Fall.

Ist das schlimm? Nein. Aber für mich war es ein Indiz, wie leicht man sich an Überfluss gewöhnen und wie dabei die Wertschätzung einer an und für sich doch kostbaren Sache schwinden kann. Ich gedenke, dem mit erhöhter Aufmerksamkeit entgegenzuwirken. Musikhören war und ist für mich etwas Kostbares, das ich bewusst genieße (das vielerorts verbreitete Nebenbeigedudel zähle ich nicht zum Musikhören). Dass ich heute leichter in den Genuss einer Vielfalt von Musikstücken kommen kann als früher, sollte die Wertschätzung nicht mindern dürfen. Finde ich.

.

Montag, 3. April 2017

Die Kirche liegt im Sterben. Gut so?

Emotional sichtbar sehr bewegt erzählte kürzlich jemand in unserer Gemeinde: »Die Kirche der westlichen Welt liegt im Sterben.« Ich hörte zu und dachte bei mir: Vielleicht ist das ja ganz gut so. Relevant ist sie sowieso nicht mehr.

Nun sollte man nie verallgemeinern. Ohne kirchliche und gemeindliche Aktivitäten gäbe es unzählige Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegedienste und soziale Einrichtungen nicht und die gesellschaftliche Not wäre um ein vielfaches schlimmer. In Berlin versorgt zum Beispiel die »Arche«, 1995 gegründet, tausende Kinder und Jugendliche nicht nur mit kostenlosen warmen Mahlzeiten, sondern inzwischen auch mit sinnvollen Freizeitangeboten, Hausaufgabenbetreuung, Lernhilfen und handfester Unterstützung bis in die Familiensituation hinein.

Dennoch stimmt es, dass Gemeinde und Kirche in der klassischen Form, der wöchentlichen Versammlung der Gläubigen zum gemeinsamen Gottesdienst und mit dem Ziel der Gewinnung von »Glaubensfernen« für Christus, im Sterben liegt oder vielerorts bereits gestorben ist. Trotz guten Willens.

Im letzten Jahr ist ein Buch erschienen, das für Kirche und Gemeinde in der westlichen (urbanen) Welt Wege in die Zukunft aufzeigen kann. Ich bin mit meiner Lektüre noch nicht am Ende angelangt, aber doch weit genug fortgeschritten, um meine geschätzten Blogbesucher auf dieses Werk hinweisen zu wollen: Mit Gott in der Stadt von Harald Sommerfeld.

»Welche gut gemeinten [christlichen] Initiativen sind in Ihrer Stadt gescheitert? Woran lag es?« fragt der Autor beispielsweise. Mir fallen gleich eine ganze Menge von frommen Aktivitäten ein, die völlig spurlos an der Stadt (Berlin in meinem Fall) vorbeigegangen sind. Von Großevangelisationen über Haus-zu-Haus-Aktionen bis zu wirkungslosen Nachbarschaftsinitiativen reicht die Bandbreite dessen, was ich an allemal gut gemeinten, aber ohne jeden auch nur annähernd sichtbar gewordenen Erfolg all der Mühe gebliebenen Anstrengungen miterlebt habe.

Harald Sommerfeld stellt in seinem Buch die richtigen Fragen. Ohne, und das ist ihm sehr zugute zu halten, Patentantworten anbieten zu wollen. Vielmehr führt er den Leser zu Hintergründen der Stadt- und Gesellschaftsentwicklung, die wir allzu oft übersehen. Viele Christen bedauern oder bejammern die Gegenwart, ohne sich ernsthaft auf die Suche nach den Ursachen gemacht zu haben. Sie ziehen sich daher immer mehr in ihr frommes Schneckenhaus zurück und sind tieftraurig, dass »die Kirche im Sterben liegt«, wie es die eingangs erwähnte Person ausdrückte. Für alle, die nicht jammern, sondern etwas verändern wollen im Sinne des Evangeliums, ist »Mit Gott in der Stadt« ein hervorragendes Hilfsmittel, um durch die passenden Fragen auf die zukunftsweisenden Spuren zu stoßen.

Ob nun Oberhausen oder Berlin, Kleinstadt oder Metropole, Harald Sommerfeld schildert Entwicklungen und gesellschaftlichen Wandel so, dass man ihn in seiner Zwangsläufigkeit versteht. Dadurch gelingt auch dem Laien wie mir an vielen Stellen die Einsicht, warum die Rezepte von früher heute ins Leere laufen müssen. Und anhand dieser Einsicht findet der interessierte Leser dann tatsächlich praktikable Ansätze für das eigene Umfeld, die ganz persönliche Situation und die Möglichkeiten der jeweiligen Gruppe, Kirche oder Gemeinde, heute und hier das Reich Gottes den Menschen auf eine authentische und zutiefst den biblischen Erzählungen entsprechende Weise vorzustellen.

Das Buch von Harald Sommerfeld lädt vornehmlich das urbane Christentum unserer Tage dazu ein, wieder für die Gesellschaft relevant zu werden. Nicht mit Patentrezepten, sondern anhand von praktischen Erfahrungen und vielen Beispielen aus großen und kleinen Städten. Die Sprache ist, obwohl es sich um ein wissenschaftliches Werk im besten Sinne handelt, immer verständlich. Ich bin kein Theologe und kann dieses Buch dennoch (oder deshalb?) mit großem Gewinn und auch Freude am sprachlichen Ausdruck lesen.

Aber es ist aus meiner Sicht nicht nur ein Buch für Kirche, Gemeinde und fromme Gruppen oder Initiativen. Sondern alles in allem ein nicht nur sachlich, sondern auch sprachlich beeindruckendes Werk eines Autors, dessen Herz für die Stadt und ihre Menschen brennt. Empfehlenswert nicht nur für Christen, sondern für alle, die Gesellschaft und Stadtentwicklung verstehen wollen, um (auch politisch, karitativ oder künstlerisch) an der Gestaltung unserer Zukunft in den Städten mitzuwirken.

Emotional sichtbar sehr bewegt erzählte kürzlich jemand in unserer Gemeinde: »Die Kirche der westlichen Welt liegt im Sterben.« Ich hörte zu und dachte bei mir: Vielleicht ist das ja ganz gut so. Relevant ist sie sowieso nicht mehr. Aber die Gemeinde, von der Jesus Christus sprach, wird nicht sterben. Sondern immer wieder umgestaltet und erneuert, um ihren Auftrag in einer sich ständig entwickelnden und verändernden Welt erfüllen zu können.

Das Buch von Harald Sommerfeld ist überall im Buchhandel (ISBN-10: 3868275797 /// ISBN-13: 978-3868275797) erhältlich oder gleich hier bei Amazon: [http://amzn.to/2nRk3Uq]

.

Dienstag, 28. Februar 2017

Wie man toll schreiben kann, ohne üben und lernen zu müssen

Vor vielen Jahren bereiste ich den Amazonas. Eines Abends sagte der Kapitän unseres Bootes: »Ungefähr zwei Dörfer weiter flussabwärts lebt ein Brujo. Ein Volksheld. Er lebt ein Stück vom Fluss entfernt im Urwald. Wenn ihr wollt, könnt ihr ihn besuchen. Er bereitet aus Pflanzen und Wurzeln einen Trank, den man Ayahuasca nennt. Wenn man davon trinkt, kann er heilsam wirken, egal ob es nun um ein körperliches oder psychisches Leiden oder sonst etwas geht. Er kann auch Lebensträume erfüllen.«

Also liefen wir ein paar Tage später im Mondschein durch den Dschungel und kamen zu einem kleinen Haus, vor dem viele Menschen warteten. Kleine Kinder und Frauen hauptsächlich, Bewohner der umliegenden Dörfer. Schließlich waren wir an der Reihe. Der Brujo sagte: »Ihr werdet diesen Saft trinken und etwas später eine Anakonda sehen. Aber habt keine Angst, die ist nicht echt. Sie entsteht in eurem Geist. Das ist das Zeichen, dass ihr euch öffnet und dann kann der Prozess beginnen.

Anaconda_Loreto_PeruWir tranken. Ich hatte keine Angst vor der Anakonda. Der Brujo fragte, was ich mir wünschte. Als ich es ihm ins Ohr flüsterte, schüttelte er den Kopf und meinte, er sei leider kein A-Kon.

Nun bin ich ja bekanntlich ein großer Entdecker, und als ich von unserem Kapitän erfuhr, dass es wiederum ein Stück weiter im Urwald einen noch mächtigeren Weisen gab, einen echten A-Kon, machten wir uns auf den Weg.

A-Kon bedeutet »der, der gesehen hat«.

Als wir ankamen, fragte mich der A-Kon, ob ich gerne gut schreiben können würde. Ich nickte. »Du musst dafür drei sehr schwere Initiationsriten durchschreiten«, erklärte der A-Kon. Ich nickte wieder und bekam meine Aufgaben.

Das erste, was ich absolvieren musste, war ein Ringkampf mit einem Gorilla, der zwei Wochen dauerte. Anschließend musste ich einen schwarzen Panther hypnotisieren. Und dann musste ich zu guter Letzt noch mit meinen bloßen Händen eine schwarze Mamba töten.

Nachdem ich das alles vollbracht hatte, erklärte mir der Mann, ich sei jetzt A-Kon. A-Kon bedeutet »der, der gesehen hat«. Und solche Texte wie diesen kann bekanntlich nur jemand schreiben, der die A-Kon-Initiation absolviert und die Anakonda gesehen hat.

---

P.S.: Dank an Paul Simon und Vincent Nguini für die lustigen Geschichten, die sie beim Konzert in Berlin erzählt haben. Das war mir offensichtlich eine vortreffliche Inspiration.

P.P.S.: Foto von Dave Lonsdale - Anaconda, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22403930

Dienstag, 31. Januar 2017

Das wohl persönlichste Buch …

Ich habe, meine regelmäßigen Blogbesucher und Leser meiner Artikel und Bücher wissen das, schon allerlei unterschiedliche Texte verfasst. Darunter sind neben Sachtexten zu diversen Themen und Fiktionen auch zahlreiche persönliche Empfindungen und Erlebnisse zu finden. Einen womöglich repräsentativen Ausschnitt aus der Vielzahl meiner Texte bietet die [Übersicht auf meinem textlastigen Blog] nebenan bei Wordpress.

Am gegenwärtigen Projekt arbeiten nun die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit gemeinsam. Einen Titel hat das Buch noch nicht und es ist auch bei weitem noch nicht fertig, nicht einmal die erste Rohfassung ist auch nur zur Hälfte komplett. Damit aber meine geschätzten Blogbesucher angesichts der Dürre hier auf dem Blog nicht glauben, ich wäre untätig, will ich heute den Entwurf der Einleitung zum geplanten Buch anbieten.

Bittesehr:

---

Die Notoperation wird vorbereitet, aber ein Chirurg hat noch eine Idee, eine Hoffnung, wie mir vielleicht – es ist nicht wahrscheinlich aber immerhin auch nicht ausgeschlossen – ein künstlicher Darmausgang erspart werden kann …
- Blogeintrag aus dem März 2012

Mein Leben, das mir geschenkte Weiterleben, sieht anders aus als in der Zeit vor dem März 2012 – innerlich und äußerlich. Darum geht es in diesem Buch.

Ich fing noch im Krankenhaus an, zu notieren, was ich nicht vergessen wollte. Nur für mich selbst zunächst. Später schrieb ich auf meinem Blog darüber und bekam viele Zuschriften von Lesern, die selbst an Krebs erkrankt waren oder nahe Verwandte mit ähnlichem Schicksal hatten. Sie fühlten sich durch meine Berichte und Schilderungen ermutigt und manches war ihnen auch in ganz praktischer Hinsicht hilfreich. Mit einigen Lesern entwickelte sich eine Brieffreundschaft, aus der dann sogar persönliche Begegnungen zuIMG_0529_sepiastande kamen, die zu bis heute andauernder Freundschaft führten.

Der Anstoß, aus den Notizen und Berichten ein gemeinsam verfasstes Buch zu machen, kam dann von Eva, der besten aller Ehefrauen. Sie hatte via Facebook und in persönlichen Notizen notiert, was und wie sie empfand. Auch sie bekam Zuschriften von Freunden und Verwandten – sogar uns nicht persönlich bekannte Menschen drückten ihre Anteilnahme und Unterstützung aus. Wie viel das bedeutet, wie sehr so etwas zu stärken und Hoffnung zu geben vermag, muss vermutlich selbst erlebt werden, um es voll und ganz schätzen zu können.

In diesem Buch begegnen Sie also zwei Erzählern. Um dabei mögliche Irritationen beim Lesen zu vermeiden, erkennen Sie Günter J. Matthia an dieser Schrift, während die Textbeiträge von Eva Miller-Matthia in dieser Schriftfamilie gesetzt sind.

Eva: Die Idee, gemeinsam dieses Buch zu schreiben, ist mittlerweile über vier Jahre alt. Als sowohl Operation als auch Chemotherapie überstanden waren und wir nach vielen Monaten in unseren gewohnten und doch neuen, für uns einer Art Wiedergeburt gleichenden, Alltag zurückgefunden hatten, kam der Gedanke auf, das Erlebte aus unser beider Perspektiven aufzuschreiben.

Im März 2013, also genau ein Jahr nach der Diagnose Darmkrebs, wurde alles plötzlich wieder greifbar, jedes Gefühl und jeder Gedanke kam mit einer unerwarteten Intensität zurück. Tagelang hatte ich fertige Sätze im Kopf und formulierte meinen Teil des Erfahrungsberichts weiter, aus dem hoffentlich eines Tages ein Buch werden würde. Viele Freunde fanden die Idee ausgezeichnet und ermutigten uns, die Sache durchzuziehen. Nicht zuletzt ließen uns die vielen Mails, die Günter aufgrund seiner Berichte via Blog und Facebook, aber auch Zeitschriftenartikeln, von anderen Krebspatienten und deren Angehörigen erhalten hat, vermuten, dass ein solches Buch Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen könnte.

Zugegeben, heute, Anfang 2017, fällt es mir deutlich schwerer, die Gefühle und Gedanken von damals in einer ähnlichen Intensität zu aktivieren, wie sie mich damals ungebeten überfielen. Aber sie sind nicht gänzlich verschüttet, sind noch abrufbar.

Wenn ich morgens mit unserem Hund durch die Dunkelheit stapfe, dem oftmals geradezu spektakulären Sonnenaufgang entgegen, ist die Dankbarkeit besonders greifbar. Aber auch bei der Verrichtung alltäglicher Dinge oder wenn die Arbeit gerade nicht besonders viel Freude macht, ist es nicht weit weg: das Wissen, dass das Hier und Jetzt nicht selbstverständlich ist, dass alles hätte anders ausgehen können, dass jeder Moment zählt und Wertschätzung verdient.

Bin ich etwa dankbar für den Krebs? Nein. Ich hasse ihn heute genauso wie vor zehn Jahren, als er mit dem Tod meines Vaters als Schreckensgestalt in unser Leben kam. Aber ich bin dankbar für die Veränderungen, die in unserem Leben Einzug gehalten haben. Wenn ich an etwas festhalten will, ist es die Dankbarkeit – für jeden gemeinsamen Tag seit dem März 2012 und für all das, was wir in unserem Leben ändern konnten.

Der vielfältige Beistand, den Eva und ich erleben durften und hoffentlich auch weiter erleben werden, durch so viele mitempfindende Menschen, die Gebete, ob nun »zum Universum« oder zu einem namentlich benannten Gott, von für mich angezündeten Kerzen in katholischen Kirchen bis zu ganz und gar weltlich-irdischen Genesungswünschen … für all das sagen wir auch mit diesem Buch ein herzliches und tief empfundenes Dankeschön!

---

P.S.: Foto © November 2012 Photographer Mensch; Ralf Arndt, Berlin

.

Montag, 23. Januar 2017

So alt schon?

image

… nun ja – gemeint ist mit der netten Süßigkeit meine Bilderausstellung nebenan bei Tumblr – die feiert heute ihr dreijähriges Jubiläum. Wer die Lichtbilder beschauen will, möge auf den folgenden Schriftzug klicken:

[G. J. Matthia bei Tumblr]

.

Montag, 16. Januar 2017

Dummheit siegt. (Die Schmährede eines Sprachnostalgikers)

Dummheit siegt. Leider. Das widerspricht zwar der Evolutionstheorie, aber am Beispiel des Verfalls der deutschen Sprache ist der Beweis leicht zu führen.

Dummheit bezeichnet umgangssprachlich eine törichte Handlung sowie einen Mangel an Intelligenz oder Weisheit. Im Unterschied zu anderen Bezeichnungen, die auf Mangel an Intelligenz hinweisen, bezeichnet Dummheit (alltagssprachlich) aber auch die Einstellung, nicht nur etwas nicht wahrnehmen zu können, sondern auch es nicht wahrnehmen zu wollen. (-Wikipedia[1])

Vor allem der letzte Teil dieser Definition scheint mir in den letzten Jahren immer mehr um sich zu greifen. Nicht nur in den sozialen Medien, aber vor allem dort. Es mag auch sein, dass es sich eher um Faulheit in erheblichem Ausmaß handelt als um Dummheit, aber ist solche Faulheit nicht letztendlich Ausdruck der Dummheit?

clip_image002Zum Beispiel der Gebrauch des Verbs »realisieren«. Jedem Menschen mit Internetzugang steht seit Jahren kostenlos der Zugang zum Duden zur Verfügung. Zu Bedutungswörterbüchern und Überstzungshilfen gleichermaßen. Wenn jemand soziale Netzwerke nutzt, ist es also weder technisch ein Problem, sich über die Bedeutung und den Gebrauch von Worten zu informieren, noch kostet es zusätzliches Geld. Und dennoch wurde und wird »realisieren« immer häufiger falsch verwendet. Der Ursprung dürfte in mangelnder Sprachkenntnis des Englischen gelegen haben. Da las jemand »he realized …« und tippte »er realisierte«. Das ist reine Dummheit im Sinne der Definition am Beginn dieses Beitrages. Aber es hat sich fortgesetzt und lawinenartig verbreitet.

clip_image004Häufig zeigt sich beim Missbrauch des Verbs, dass es den Schreibenden grundsätzlich an Kenntnissen in der deutschen Sprache mangelt, wie dieses Beispiel überdeutlich demonstriert.

Auch die Behauptung, dass etwas »keinen Sinn macht« oder »Sinn macht«, häuft sich zusehends. Sinn kann man nicht machen, Sinn ergibt sich. Auch dieses schlechte, weil falsche Deutsch entspringt wohl mangelhafter Übersetzung, denn »make sense« ist im Englischen nicht nur gebräuchlich, sondern richtig. Übersetzen bedeutet aber mehr, als Wort für Wort aneinanderzureihen.

clip_image006Dass so etwas massenhaft nachgeplappert wird, ist ein Ausdruck von Dummheit, denn alle Quellen zu Definition und Gebrauch des Wortes »Sinn« stehen jedermann offen. Selbst wenn also jemand aufgrund widriger Umstände keine Schule besuchen durfte oder in seiner Schulzeit so kränklich war, dass der Besuch des Deutschunterrichtes dauerhaft unmöglich wurde, zeugt es von Faulheit oder Dummheit, sich nicht spätestens als erwachsener Mensch zu informieren.

clip_image007Es ist jedoch nicht nur der falsche Gebrauch von Begriffen und Redewendungen zu beklagen, sondern auch die Dummheit, die sich daran zeigt, dass manche Worte vielen Zeitgenossen gar nicht mehr bekannt sind. Zum Beispiel der Begriff »Abstimmung«. Da wird beispielsweise von der Redaktion einer seriösen Sendeanstalt zum »Voting« eingeladen. Hinz und Kunz tippen unbekümmert (meist mit Großbuchstaben am Anfang) »Voten«, wenn »abstimmen« gemeint ist. »Votclip_image009en und gewinnen!«, liest man, und »Leute, Votet jetzt!«. Es ist ein Graus.

Wenn ein beeindruckendes, mitreißendes, aufrüttelndes, besonders erfreuliches oder auf andere Weise herausragendes Erlebnis gemacht wurde, dann zeigen viele Zeitgenossen inzwischen ein bedauernswertes Unvermögen, dem sprachlich Ausdruck zu verleihen.

imageStatt dessen schreiben sie »Ein Hammer Film«, »das war echt der Hammer« oder »boah ey! Hammer!«. Gibt es außer der Werkzeugkiste denn keine anderen Analogien mehr? Als Steigerung fällt ihnen dann nur noch »geil« ein. Ursprünglich bezeichnete das Wort umgangssprachlich sexuelle Erregung oder deren auslösendes Moment, inzwischen ist es zum Ersatzwort für »gut« geworden.

Auch die Groß- und Kleinschreibung scheint inzwischen regellos dem Belieben des Individuums vorbehalten zu sein. »Ich Arbeite gerne am Computer…« – solche Entgleisungen habe ich häufig in Bewerbungen gelesen. Vermutlich soll der Großbuchstabe die Ernsthaftigkeit unterstreichen?

Andere bitten um »Feedback« - ursprünglich ein Begriff aus der Akustik. Wenn beispielsweise Lautsprecher und Mikrophon auf der Bühne zu dicht beieinander stehen, kommt es zum Feedback. Das funktioniert auch mit manchen Instrumenten. Jimi Hendrix hat das Feedback zwischen schwingenden Gitarrenseiten mit Lautsprechern als künstlerisches Mittel eingesetzt. Will ernsthaft jemand solche Geräusche hören, wenn er um »Feedback« zu einer These oder einem Buch oder sonst etwas bittet?

Leider schaffen es solche Sprachverirrungen inzwischen sogar in den Duden. »Feedback« ist dort zu finden, »Voting« gleichermaßen. Und dem Wort »realisieren« hat der Duden vor einer Weile, o tempora, o mores, diese Definition hinzugefügt: »(in einem Prozess der Bewusstmachung) erkennen, einsehen, begreifen«. Und vom unsäglichen »Handy« will ich hier gar nicht erst reden …

Somit kann ich resigniert nur zu dem Schluss kommen: Dummheit siegt.

Quod erat demonstrandum.


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dummheit